Webdesign – Kunst oder Handwerk?

Oktober 21st, 2011 · No Comments

Webdesign ist eine Kunst, sicher aber auch ein Handwerk. Von Webdesignern wird beides verlangt. Zum einen sollen die Webauftritte, für die sie verantwortlich zeichnen, natürlich gut aussehen, den Nutzer also ansprechen. Zum anderen gilt es aber auch, die Wünsche des Auftraggebers zu erfüllen. Zu guter Letzt muss die Webseite natürlich auch fehlerfrei auf möglichst vielen Browsern laufen. Um dies zu gewährleisten, sind die handwerklichen, also technischen, Fähigkeiten der Webdesigner gefragt.

Die handwerkliche Seite des Webdesigns

Websites kann man, wenn man denn will, mit Gemälden vergleichen. Die Oberfläche, das Bild also, sieht schön aus und sorgt für zufriedene Betrachter. Damit ein Bild allerdings wirken kann, müssen viele für den Betrachter unsichtbare Dinge zusammenspielen. Dies beginnt bei der Leinwand, auf der das Gemälde gemalt worden ist. Wird hier das falsche Material benutzt, wirkt sich dies negativ auf das Bild aus. Auch bei der Wahl der Farben und der Pinsel können Fehler gemacht werden, die sich auf das Endergebnis auswirken. Beim Aufbau einer Website ist es nicht anders. Wird unsauberer HTML-Code verwendet, kann es passieren, dass bestimmte Elemente auf der Seite nicht richtig oder sogar gar nicht angezeigt werden. Die Benutzbarkeit der Webseite ist damit eingeschränkt. Häufen sich Fehler dieser Art auf einer Internetseite, ist davon auszugehen, dass sich die Besucher relativ schnell anderen Websites zuwenden werden. Um dies zu verhindern, um also eine sauber programmierte Website anbieten zu können, ist der handwerkliche Teil des Webdesigns gefragt. Dieser nimmt in der Regel auch den größten Arbeitsaufwand bei der Erstellung einer Internetseite ein.

Die Kunst des Gestaltens

Die Besucher einer Website möchten sich aber nicht mit der handwerklichen Seite des Webangebots auseinandersetzen. Sie möchten vielmehr auf einfache, grafisch ansprechende Weise durch die gesamte Website geführt werden. Die Kombination aus grafisch ansprechend und einfacher Nutzerführung stellt so manchen Webdesigner vor große Probleme. Denn nicht alles, was gut aussieht, ist auch gleichzeitig praktisch. Die Ansprüche der Besucher von Webseiten sind in der Regel sehr hoch und eigentlich auch kaum zu erfüllen. Dazu kommen die Wünsche und Vorstellungen des Auftraggebers, die in den meisten Fällen ebenfalls nicht eins zu eins umzusetzen sind. Deshalb verwundert es nicht, dass Webdesigner nicht nur die Kunst des Gestaltens beherrschen müssen, sondern darüber hinaus auch noch die Kunst der Vermittlung. Sie müssen nämlich den goldenen Mittelweg zwischen den Wünschen des Auftraggebers und den Wünschen der Webseitenbesucher finden.